Der Clubabend im Restaurant Mezzo Mezzo, am Fuße des Doppelbocks der Zeche Zollverein, stand ganz im Zeichen von Mobilität, Veränderung und Digitalisierung. „Ich bin seit 23 Jahren bei einem Unternehmen, das ich alle sieben Jahre umbenenne“, begrüßte Referent Nils Hoffmann launig die Gäste und leitete damit über zum Kernthema des Abends. Denn die Städte Essen und Mülheim an der Ruhr hatten einen politischen Auftrag bekommen: Die Nahverkehrsunternehmen beider Städte sollten fusionieren. Und zwar dergestalt, dass auch weitere Verkehrsbetriebe in den kommenden Jahren mit eingegliedert werden können. So entstand aus den altbekannten Unternehmen „EVAG“ und „MVG“ zum 1. September 2017 die neue Mobilitätsmarke für das Ruhrgebiet: die „Ruhrbahn“.

Unterwegs mit der Historische Straßenbahn der Ruhrbahn
Unterwegs mit der Historische Straßenbahn der Ruhrbahn

Eine starke Markenpositionierung war für Nils Hoffmann, den Leiter des Bereiches Markt/Kommunikation, von Beginn an unverzichtbar. „Wir haben zwar keine direkte Konkurrenz im öffentlichen Nahverkehr, doch es gibt einen starken Wettbewerb der Systeme“, erklärte er den Gästen. Gerade das Auto habe im Ruhrgebiet einen sehr hohen Stellenwert. Um dagegen anzukommen helfe nur kontinuierliche und aufmerksamkeitsstarke Kommunikation, die insbesondere die junge Zielgruppe begeistert.

Die Ruhrbahn kommuniziert deshalb neben den klassischen Plakat-Kampagnen an Haltestellen verstärkt über Facebook und twitter, besitzt einen Blog und einen eigenen Youtube-Kanal und postet Sehenswertes aus dem Ruhrgebiet bei Instagram. Insbesondere die Kommunikation über Facebook finde viel Anklang, berichtete Hoffmann. Rund 14.500 Nutzer folgen dem Unternehmen bereits. Hier werden aktuelle Infos gepostet, aber auch Fotos von Fundsachen oder Kurioses aus Bus und Bahn haben dort ihren Platz.

Auch die neue Personalmarketing-Kampagne zur Akquise von Bus- und Straßenbahnfahrern im Stil einer Kontaktanzeige sei sehr gut angekommen, schilderte Hoffmann. Hier ein Beispiel: „Sie, 750 Volt, attraktiv, glänzende Erscheinung, gut gebaut. Gemeinsam meistern wir jede Aufgabe. Neugierig? Dann melde dich!“ Das einzige Problem: Der Markt an ausgebildeten Fahrern sei aktuell leer. „Deshalb bieten wir die Ausbildung einfach gleich mit an.“

Digitalisierung spielt für Nils Hoffmann eine große Rolle. Da er ein echter Macher ist, war es sein bescheidenes Ziel, die beste App Deutschlands zu entwickeln. Entstanden ist „ZÄPP“, die Ziel-App der Ruhrbahn. Mit ihr kann man Fahrkarten einfach online kaufen, den Abfahrtsmonitor in Echtzeit einsehen, Umgebungskarten aufrufen und sich – auf Wunsch barrierefrei – bis zum Bahnsteig navigieren lassen.

Weitere zentrale Themen seien Umweltschutz und die Reduzierung von Emissionen, so Hoffmann. „Die Planung und Entwicklung eines Elektrobussystems ist aktuell noch extrem komplex. Doch wir forschen permanent an alternativen Antriebsstrategien, die im öffentlichen Nahverkehr umsetzbar sind.“

Im Anschluss an den Vortrag ging es bewegt weiter: In einer historischen Straßenbahn aus dem Jahr 1962 „erfuhren“ die Gäste das Essener Stadtgebiet einmal aus einer anderen Perspektive.

Unterstützt durch Ruhrbahn GmbH

Text erstellt durch Maria Leipold – Text. PR. Lektorat.