Am 9. März 2020 hatten wir beim Marketing Club Ruhr Philip Erbers zu Gast, den Co-Geschäftsführer der privatwirtschaftlichen Initiative „Rhein Ruhr City 2032“. Im Essener Ruhrturm präsentierte er den Mitgliedern und Gästen das nachhaltige Konzept der Initiative, mit dem die Olympischen und Paraolympischen Spiele im Jahr 2032 in unsere Region geholt werden könnten.

Philip Erbers (3. v. rechts) mit Richard Röhrhoff (MC Ruhr, 2. v. Links) mit den Olympiabotschaftern der Stadt Essen
Philip Erbers (3. v. rechts) mit Richard Röhrhoff (MC Ruhr, 2. v. Links) mit den Olympiabotschaftern der Stadt Essen

Von Dortmund bis Aachen haben sich 14 Kommunen zusammengeschlossen, die sich vorstellen könnten, sich gemeinsam als Ausrichter der Olympischen und Paralympischen Spiele 2032 zu bewerben. „Natürlich muss eine solche Bewerbung ganz offiziell vom Deutschen Olympischen Sportbund erfolgen“, sagte Philip Erbers. „Wir können zwar das Konzept erstellen und eine Menge Vorarbeit leisten. Doch die eigentliche Entscheidung liegt schlussendlich nicht in unserer Hand.“

„Wir haben sehr gute Argumente.“

Doch das Konzept kann sich sehen lassen. „Wir haben sehr gute Argumente“, so Philip Erbers. „Unser größter Pluspunkt gegenüber anderen potentiellen Bewerbern: Rund 90 Prozent der benötigten Sportstätten sind an Rhein und Ruhr schon heute vorhanden.“ Auch Spezialsportstätten wie beispielsweise eine Regattabahn gebe es bereits. Weitere temporäre Sportstätten könnten mit verhältnismäßig geringem Aufwand errichtet werden – beispielsweise könne aus der Arena auf Schalke für die Dauer der Spiele eine Schwimmarena mit rund 50.000 Sitzplätzen errichtet werden.

„Auch die Entfernung ist kein Argument gegen eine Bewerbung“, fuhr Philip Erbers fort. „Denn unsere Region ist sehr kompakt. Vergleicht man den Radius unserer Sportstätten einmal mit den Entfernungen in Rio oder L.A., wo die Spiele 2028 stattfinden, so ist das tatsächlich fast identisch. Rhein Ruhr City mit seinen knapp 10 Millionen Einwohnern kann mit den großen Metropolen der Welt locker mithalten.“

Olympia als Motor zur Weiterentwicklung in der Region

Unter dem Motto „Wir zusammen.“ wirbt die Initiative seit vergangenem Jahr immer intensiver für die Rhein Ruhr City als Austragungsort der Olympischen und Paralympischen Spiele 2032. Schon im kommenden Jahr könnte die internationale Bewerbungsphase beginnen. Doch bis dahin gelte es, nicht nur die sportbegeisterten Menschen zu erreichen, sagte Philip Erbers: „Ein solches Großprojekt kann nur erfolgreich sein, wenn die Bürgerinnen und Bürger mitziehen. Deshalb ist es unser wichtigstes Ziel in der Kommunikation, den Menschen an Rhein und Ruhr zu zeigen, wie Olympia auch jenseits des Sports nachhaltig Mehrwerte für die Region schaffen kann. Nicht FÜR Olympia erreichen wir Veränderungen, sondern DURCH Olympia.“

Themen, die die Bevölkerung bewegen, seien beispielsweise die vernetzte Mobilität, zukunftsorientiertes Wohnen und Nachhaltigkeit. Diese Themen hat die Initiative von Beginn an aufgenommen und in ein modernes, ökologisch und ökonomisch nachhaltiges Konzept übersetzt. So könnte das Olympische Dorf als Smart City der Zukunft errichtet werden; CO2-neutrales Wohnen und ein klimaneutrales Versorgungskonzept und vieles mehr inklusive. Das Mobilitätskonzept der gesamten Region könnte überdacht und Olympia als Anlass genommen werden, um alte Strukturen endlich aufzubrechen. Und der Nachhaltigkeitsaspekt stehe über allem: „Es werden nur Sachen geplant, die auch nachhaltig Sinn machen“, erklärte Philip Erbers.

Sind wir „sexy“ genug?

Schließlich kam sie dann doch, die unvermeidliche Frage: „Sind wir denn sexy genug für sowas? Neben Städten wie Tokio oder Paris?“ Doch auch diesen Einwand wollte Philip Erbers nicht gelten lassen: „Es liegt in unserer Natur, unser Licht gern unter den Scheffel zu stellen. Dabei haben wir das gar nicht nötig. Wir haben als Metropolregion eine Menge zu bieten und wir haben dabei unseren ganz eigenen Charme. Anstelle von Sushi oder Hors d’oeuvres empfangen wir unsere Gäste eben mit Mettbrötchen – aber mindestens genauso herzlich!“

Unterstützt durch: RUHRTURM Business GmbH

Text erstellt durch Maria Leipold – Text. PR. Lektorat. (http://maria-leipold.de)