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19.06.17 - Zu Besuch bei den Ackerhelden

Marketing vor Ort

auf den Acker mit den Ackerhelden

Verstaubtes Öko-Image – das war einmal. Heute packt immer mehr Großstädter die Lust auf Bio-Gemüse vom eigenen Acker. Dieser Trend ist auch den „Ackerhelden“ zu verdanken: Das junge Essener Unternehmen macht Urban Gardening für neue Zielgruppen attraktiv. Dafür wurde das Team um Birger Brock und Tobias Paulert schon mit diversen internationalen und nationalen Preisen ausgezeichnet – unter anderem vom Marketing-Club Ruhr: 2016 gewannen die Ackerhelden den begehrten Tacken in der Kategorie Start-ups.

Seitdem zeigt die Erfolgskurve weiter steil nach oben. Und so ließen es sich die Club-Mitglieder nicht nehmen, den Ackerhelden ein Jahr nach der Tacken-Verleihung erneut einen Besuch abzustatten – ganz stilecht auf einem Acker im Meerbusch. „Wir möchten den Menschen zeigen, wo ihr Essen herkommt und auch solche Gemüsesorten wieder ins Bewusstsein bringen, die sonst eher selten auf den Tellern landen“, berichtet Tobias Paulert, während im Hintergrund fleißige Hobby-Gärtner bei strahlendem Sonnenschein ihre Mietparzellen bearbeiten.

Etwa 40 Gemüsesorten wachsen während der Saison, die Felder werden von den Ackerhelden vorbepflanzt. Doch das Gemüse ist nicht nur regional und saisonal: Alle Mietacker sind bio-zertifiziert – ein bundesweit einmaliges Konzept. Zum Rundum-Sorglos-Paket für Selbsternter gehören zudem eigens produziertes Bio-Saatgut, Video-Anleitungen, Tipps und Tricks auf der Ackerhelden-Webseite, Schulungen vor Ort, ein Telefon-Support für akute Gemüse-Probleme und ein 2016 veröffentlichter 160-Seiten starker Bio-Gärtner-Ratgeber, der bereits in der dritten Auflage erschienen ist.

Ein neues Buch ist schon in Arbeit: 2018 soll ein Ratgeber über Hochbeete erscheinen. Das Thema kommt nicht von ungefähr: Vor einiger Zeit haben die Ackerhelden ein Pilotprojekt mit Gemüse-Hochbeeten an deutschen Kitas gestartet. Und auch Unternehmen gehören im Zuge des betrieblichen Gesundheitsmanagements zur Zielgruppe. „Zu unseren Aufgaben gehört auch eine Beratung der Mitarbeiter zum Thema Ernährungsbewusstsein“, unterstreicht Tobias Paulert.

Neben dem fachlichem Know-how des aktuell siebenköpfigen Teams spielen in der Erfolgsstory der Ackerhelden auch eine enge Vernetzung in der Branche, ein klug ausgewählter Marketing-Mix und eine gute Pressearbeit eine wichtige Rolle. „Als junges Start-up können wir frisch kommunizieren und erreichen so andere Menschen als beispielsweise der Bio-Verband“, so Tobias Paulert. Das Ergebnis: eine hohe Identifikation der Selbstanbauer mit der Marke „Ackerhelden“.

Dabei war anfangs nicht jeder von den Ackerhelden überzeugt: „Als wir vor ein paar Jahren die Idee hatten, uns mit der Vermietung von Ackerflächen selbstständig zu machen, haben viele Leute ungläubig mit dem Kopf geschüttelt“, erinnert sich Tobias Paulert. Das würde heute wohl niemand mehr tun: Mitlerweile sind die Ackerhelden an 17 Standorten in Deutschland vertreten und seit neuestem sogar in Österreich – dem Land, wo das Prinzip Selbsternte, und somit auch die Idee der Ackerhelden, seinen Ursprung hat: ein echter Ritterschlag für die Ackerhelden.


Unterstützt durch: Ackerhelden GmbH


Text von Sonja Strahl (www.strahl-texte.de)